DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN
oder DIE FEUERPROBE


Großes historisches Ritterschauspiel in fünf Akten
von Heinrich von Kleist


PREMIERE
8. April 2018 I 19.00 Uhr
Große Bühne

Es ist ein federleichtes Märchen für Erwachsene, das Heinrich von Kleist in seinem mittelalterlichen Ritterspiel erzählt, zunächst unglaublich, ein Märchen vom Wesen der Liebe. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die im Traum ihren Prinzen gesehen hat und ihn seitdem liebt, mit aller Macht, einfach so. Und als er ihr im Leben tatsächlich begegnet, folgt sie ihm, läuft ihm nach, überallhin; in traumwandlerischer Sicherheit, wohl von einer höheren Macht geleitet und beschützt, alle Aufregung ignorierend, und alle bösen Mächte dieser Welt besiegend einfach so, ganz nebenbei. Diese Geschichte ist ein Hoffnungsschimmer für die Seele.

Käthchen, Tochter des Waffenschmieds Theobald Friedeborn aus Heilbronn, liebt den Grafen Wetter vom Strahl und geht ihm nach, seit sie mit ihm in der Werkstatt ihres Vaters zusammengetroffen ist. Als dem Grafen von einem Femegericht vorgeworfen wird, dass er Käthchen verhext haben müsse, befiehlt er ihr, endlich zu ihrem Vater zurückzugehen. Er selbst wirbt um die schöne Kunigunde von Thurneck.
Käthchen hält zunächst brav Abstand zum Grafen, doch als sie von einem geplanten Anschlag auf Kunigunde und ihren Verlobten erfährt, taucht sie auf Burg Thurneck auf, um den Grafen zu warnen. Kunigunde und der Graf entgehen dem Anschlag, Käthchen aber gerät in Lebensgefahr, als Kunigunde sie in die brennende Burg schickt, um ein zurückgebliebenes Futteral aus den Flammen zu retten. Der Graf vom Strahl ist entsetzt über die Rücksichtslosigkeit seiner Braut. Im Gespräch mit dem schlafenden Käthchen unterm Hollerbusch erkennt er, dass er sich getäuscht hat. Die unbedingte, grenzenlose Liebe Käthchens, die jeder äußeren Gefährdung überlegen ist, erweist sich am Ende als wirklicher als das, was zunächst wahr zu sein schien.