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Programm > Sprechtheater > Schauspiel

Hexenjagd

Die Hexenprozesse von Salem, Massachusetts, die nicht nur in den USA das Wort Hexenjagd zum Synonym für Verfolgung werden ließen, begannen im Winter 1692 und fanden ihr Ende im darauffolgenden Frühling. Die grausige Bilanz dieser wenigen Monate: 141 Angeklagte, 19 Todesurteile, ein Todesfall durch Folter und fünf im Gefängnis Verstorbene, darunter ein Kleinkind. – Soweit die Historie.

Arthur Miller schildert in seinem 1953 entstandenen Stück eine scheinbar intakte Dorfgemeinschaft, die besorgt reagiert, als einige junge Mädchen des Dorfes plötzlich unter seltsam krankhaft-hysterischen Symptomen leiden. Schnell kommt bei den gottesfürchtigen Puritaner_innen der Verdacht auf, der Teufel müsse für den Zustand der Mädchen verantwortlich sein – Hexen müssen in Salem ihr Unwesen treiben. Und schon ist es vorbei mit der Idylle. Misstrauen, Eifersucht und Hass blühen aus in Salem. Es wird denunziert, was das Zeug hält, die Motive sind unterschiedlich, aber in jedem Fall höchst weltlicher Natur. Erst als der Prozess eine kaum noch zu kontrollierende Eigendynamik entwickelt, und sich die Hysterie der pubertierenden Mädchen auf das ganze Dorf zu übertragen droht, kommen Zweifel auf.

Pressestimmen

„ Jasmin Sarah Zamani, die neue Oberspielleiterin des Annaberger Ensembles, inszeniert die Vorlage packend schroff, modern und bisweilen experimentell: Grobe, graue Schminke lässt die von Arbeit und Angst verhärmten Figuren ausnahmslos fahl erscheinen. Und das hölzerne Bühnenbild (Ausstattung: Aylin Kaip) greift das verheerende Ende vor: Die Scheiterhaufen werden lodern, die chancenlosen Delinquenten werden hängen, und zwar im Namen Gottes. Der rabenschwarze Höhepunkt: Die Bühnentechnik erhebt zwei Balken zu einem gigantischen Christuskreuz als maximal anklagendes Symbol dieser entfesselten Doppelmoral. “

„ Dazu treibt das Licht zwischen sepiawarm, kaltweiß und blutrot sein subtiles Spiel, und der Sound setzt mit synthetischen Klagegesängen und einem rammsteinigen Dubstep starke Akzente. Keine Frage, hier leisten alle theatralen Gewerke großartige Arbeit und sorgen für etliche Gänsehautmomente. Allen voran die Darsteller: Der viel beklatschte John Procter (Marvin Thiede) ist dabei der Protagonist des Guten: Der rechtschaffene Bauer soll zu seiner Rettung vor dem Galgen den Bund mit dem Teufel mit einer Unterschrift gestehen. “

„ … Dass der doppelzüngige Richter Danforth kein eigenes Gesicht auf der Bühne bekommt, sondern vom gesamten Ensemble in beeindruckender Synchronität gespielt und gesprochen
wird, sorgt für Drive und mach viel Sinn: Die kollektive Selbstjustiz wird so zum Spiegelbild der Gesellschaft. “

Freie Presse Kultur | Sebastian Steger | 14.03.2022

PREMIERE
 Samstag, 12. März, 19.30 Uhr

GROSSES THEATER
Drama von Arthur Miller
Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf
Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann
ab 16 Jahren

Termine

Foyer

So06.03.2211.00 Uhr

Bühne

Sa12.03.2219.30 Uhr
Mi16.03.2219.30 Uhr
So20.03.2219.30 Uhr
Sa26.03.2219.30 Uhr
So03.04.2219.30 Uhr
Sa09.04.2219.30 Uhr
So17.04.2215.00 Uhr -Entfällt-
Fr22.04.2219.30 Uhr
Do28.04.2219.30 Uhr

Besetzung

Reverend Parris/Chor/Danforth Nenad Žanić
Thomas Putnam/Chor/Die Mädchen/Danforth Tim Taucher
Ann Putnam/Chor/Danforth Gisa Kümmerling / Anja Stange
Giles Corey/Danforth Udo Prucha
Rebecca Nurse/Chor/Danforth Marie-Louise von Gottberg
Hale/Danforth Vladislav Weis
John Proctor Marvin Thiede
Abigail/Chor/Die Mädchen/Danforth Nadja Schimonsky
Elizabeth/Betty Parris/Die Mädchen/Danforth Miriam Ohlmeyer / Marina Schmitz
Mary Warren/ES/Danforth Natascha Weigang
Mercy Lewis/Chor/Die Mädchen/Danforth Michaela Finkbeiner

Inszenierungsteam

InszenierungJasmin Sarah Zamani
AusstattungAylin Kaip
DramaturgieSilvia Giese

Öffnungszeiten

Servicebüro
Markt 9

09456 Annaberg-Buchholz

Tel. 03733.1407-131
service@erzgebirgische.theater

Während der Theaterferien öffnet
das Servicebüro wie folgt:

Montag bis Freitag:
9.00 – 13.00 Uhr

Kulturraum Erzgebirge Mittelsachsen Gefördert durch den Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
als regional bedeutsame Einrichtung.