Carl Maria von Webers „Freischütz“ ist Nationaloper, romantisches Schauermärchen und Menschheitsdrama in einem. Mit diesem Werk wagte Weber 1821 den entscheidenden Schritt in die musikalische Romantik und wurde damit zum Wegbereiter Richard Wagners. Der allgegenwärtige Wald, Sinnbild einer mythisch aufgeladenen „deutschen Seele“, verwandelt sich in dieser Oper in einen Schauplatz des Ringens zwischen Licht und Finsternis. Friedrich Kinds von der Schauerromantik geprägtes Libretto gab Weber die Möglichkeit, jeder Szene ein unverwechselbares Kolorit zu verleihen. Rasch trat das Werk seinen Siegeszug durch Europa an – ein Erfolg, der bis heute ungebrochen anhält.
Die düsteren Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges durchziehen die Geschichte des Jägerburschen Max, der sich aus Angst vor dem Versagen den dunklen Mächten verschreibt. Um beim Probeschuss zu bestehen und damit die Hand seiner geliebten Agathe, der Tochter des Försters Kuno, zu gewinnen, lässt er sich von seinem zwielichtigen Gefährten Kaspar überreden, heimlich die sagenumwobenen Freikugeln zu gießen. Sie versprechen unfehlbare Treffsicherheit – doch nur sechs Kugeln gehorchen dem Schützen, die siebte folgt dem Willen des Bösen und führt das Geschehen unaufhaltsam seinem dramatischen Höhepunkt entgegen.
Am Sonntag, dem 4. April 2027, 11.00 Uhr, findet ein Premieren-Lunch statt.Wer schon vor einer neuen Inszenierung einen lebendigen Eindruck vom Entstehungsprozess gewinnen möchte, ist bei unserem Premierenlunch genau richtig. Immer sonntags – eine Woche vor der Premiere, jeweils um 11.00 Uhr – lädt das Inszenierungsteam dazu ein, Hintergründe, Gedanken und künstlerische Entscheidungen kennen zu lernen. Das künstlerische Team berichtet von seiner persönlichen Annäherung an das Werk, von der Arbeit an den Rollen und von kleinen Episoden aus der Probenzeit. Unterschiedliche Kostproben machen Lust auf mehr und werden Sie endgültig davon überzeugen, dass Sie die Premiere im Eduard-von-Winterstein-Theater keinesfalls versäumen wollen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit, im Theatercafé eine kleine Mittagsmahlzeit zu genießen, reservieren können Sie diese unter 0176 32565175.
SONDERVERANSTALTUNG
Oper mal andersLachen, Weinen und Verstehen mit Richard Vardigans (Klavier und Erzählung)
Carl Maria von Weber – Der Freitschütz oder „Wie kriege ich den Job UND die Braut?“Eigentlich war Max ein guter, braver Jägerbursche. Nur der Stress mit dem Probeschuss bringt ihn zur Verzweiflung und so geht er auf Kaspars Vorschlag ein, Freikugeln in der Wolfsschlucht zu gießen. Dass die Geschichte glücklich endet, verdanken wir der Intervention des Eremiten, der für allgemeine Versöhnung sorgt. Richard Vardigans erzählt und spielt das Meisterwerk der Deutschen Romantik und zeigt dabei, dass Liebe nicht ganz ohne Glaube und Hoffnung möglich ist.
Veranstaltungsort: Kulturzentrum Erzhammer, Buchholzer Str. 2, 09456 Annaberg-Buchholz
Termin: 7. April 2027, 19.30 Uhr
Tickets:15,00 € / erm. 12,00 €
Azubis, Studierende und Schüler_innen 5 €
Bei Vorlage einer Eintrittskarte für diese Inszenierung am Eduard-von-Winterstein-Theater gilt der ermäßigte Eintritt.
Ticketverkauf:VVK Touristinformation Annaberg, Buchholzer Str. 2, 09456 Annaberg-Buchholz (ab 1. Januar 2027)
Telefon: 03733 19433
E-Mail:
talking-about-opera@web.de
OPER MAL ANDERS (OMA)
Lachen, Weinen und VerstehenBei „Oper mal anders“ (kurz OMA) erleben die Gäste die Meisterwerke der Opernliteratur quasi „nackt“ – ohne Sänger, Orchester, Bühnenbild. Man lacht, man weint und vor allem man versteht nicht nur die zum Teil haarsträubenen Handlungs-abläufe sondern auch die versteckten musikalischen Zusammenhänge. Dies alles präsentiert Richard Vardigans mit fundiertem Wissen, pianistischer Virtuosität und seinem unverwechselbaren englischen Humor. Eine „One-Man-Show“ der Extraklasse!
Keinen Opernbesuch geplant? Vorstellung ausverkauft? Stück nicht auf dem Spielplan? Kein Problem – „Oper mal anders“ ist ein Erlebnis für sich!
Weitere Informationen:
www.talking-about-opera.de